Von Träumen und ZielenDas Konzept

Über 100 Schüler aller Jahrgänge arbeiten Jahr für Jahr an der Verwirklichung von Träumen: Professionell orientierte Musical-Unterhaltung auf der Schulbühne. Leidenschaftliche Spielfreude mit hohem künstlerischem Anspruch. Bühnen-Hightech in der Kleinstadt. Musik! Theater!

Betreut von acht engagierten Lehrkräften und tatkräftig unterstützt von einigen ehemaligen Mitgliedern bringt das Ensemble der Musical-AG ambitionierte Musiktheater-Produktionen auf die Bretter, die die Welt bedeuten. Dabei steht eines fest: In Lohne werden begeisterungsfähige Jugendliche nicht zu kleinen Stars dressiert – hier wird Schule gelebt, in der man fürs Leben lernt.

Wer gemeinsame Ziele erreichen will, muss verantwortungsvoll, zuverlässig und selbstständig mit anderen zusammenarbeiten. In der Musical-AG ergänzen sich dabei zwei Prozesse nahezu perfekt: zum einen die Ausbildung der eigenen künstlerischen und technischen Fähigkeiten – ob als Musiker, Sänger, Tänzer oder Bühnenbauer, zum anderen die Entwicklung von Kommunikationsfähigkeit, Verantwortungsbereitschaft und Teamarbeit. Je mehr sich die Lehrkräfte dabei auf Beratung und Hilfestellung zurückziehen können, umso besser.

Die Musical-AG bildet junge Menschen in einem anregenden Umfeld. Sie fördert Kernkompetenzen unserer Gesellschaft, hilft Persönlichkeiten, sich zu entwickeln, und verwirklicht – Träume.

Impressionen

Probenarbeit

Die Realisierung einer abendfüllenden Musical-Produktion dauert etwa zwölf Monate – eine nur scheinbar lange Zeit, die intensiv genutzt werden muss.

Im Mai oder Juni beginnt das Kreativ-Team der Musical-AG mit den notwendigen Vorbereitungen: Stückauswahl, Besetzung der Rollen, Bearbeitung des Textheftes, Anfertigung von passgenauen Arrangements für das Orchester sowie Stimmverteilung und erste Überlegungen zur technischen Umsetzung. Alle anderen verantwortungsvollen Positionen, vom Dramaturgen über den „Chef vom Dienst“ des Bühnenbaus bis zum Stimmgruppenleiter im Orchester, werden von Schülern höherer Jahrgangsstufen oder jungen ehemaligen Mitgliedern der AG, die sich in Ausbildung oder Studium befinden, ausgefüllt.

Nach den Sommerferien startet die eigentliche Probenarbeit: In den Teilgruppen Schauspiel/Gesang, Tanz, Orchester, Bühnenbau/Bühnenmalerei und Technik wird an den unterschiedlichen Komponenten der Inszenierung gearbeitet. Vier Lehrkräfte übernehmen die Leitung je einer Teilgruppe.

Kernprobenzeit ist wöchentlich der Mittwochnachmittag. Dazu kommen über das Jahr verteilt vier bis fünf Probenwochenenden und im Winter eine siebentägige Kompaktprobensequenz in einem Landschulheim.

In der „heißen Phase“ der Produktion, die nach den Osterferien beginnt, werden die Teile zum Ganzen zusammengefügt: Die ersten Gesamtproben, in denen Schauspiel und Orchester gemeinsam arbeiten, werden durchgeführt. Parallel dazu wird das Bühnenbild installiert, Einleuchtung und Lichtdesign finden statt, Kostüme müssen anprobiert werden. Am Ende stehen im Mai die Haupt- und Generalproben und eine Aufführungsserie, die bis Mitte Juli zwölf bis 15 Vorstellungen vor in der Regel ausverkauftem Haus umfasst.